Bau unseres DIY Zeolith Filterbeckens

Teichbau, Koi und Garten

Bau unseres DIY Zeolith Filterbeckens

Filterbecken Zeolith

In unseren vorherigen Beiträgen zu unserem Teichfilter haben wir den Aufbau und das Prinzip unseres IBC Teichfilters ausführlich erklärt. Als kleine Ergänzung dazu haben wir uns dazu entschieden, noch ein extra Zeolith-Filterbecken zu bauen und in unseren Teichfilter zu integrieren. In diesem Beitrag zeigen wir den Bau und erklären die Funktionsweise des Zeolith-Beckens.

Bau des Filterbeckens für das Zeolith

Nachdem die Idee des Zeolith-Filterbeckens geboren war, ging es an die Planung und den anschließenden Bau. Die Maße haben wir tatsächlich anhand der Gegebenheiten vor Ort am schon aufgebauten IBC Teichfilter bestimmt. Dafür haben wir den Aufstellort bestimmt und Vermessen. Die Höhe stand damit auch schon fest, da sie niedriger als der letzte Container des IBC Filters, aber höher als das Pflanzbecken sein sollte.

Als Baumaterialien haben wir Reste des Teichbauprojekts verwendet. Deshalb wurden die Schalbretter, welche wir für das Einschalen von Fundamenten verwendet hatten, als Baumaterial für das Becken verwendet. Nachdem also die Maße Feststanden, haben wir die vorhandenen Bretter mit unserer Kappsäge*(Werbung) zugesägt und das Becken zusammen geschraubt. Für die Bodenplatte haben wir eine Siebdruckplatte verwendet, die wir noch hatten. Diese ist wesentlich stabiler als ein aus Brettern zusammengeschraubter Boden. Hier ein Paar Bilder vom Bau des Beckens:

Zusammenbau des Holzbeckens
Zusammenbau des Holzbeckens

Zum Auskleiden des Beckens haben wir Teichfolie verwendet, da wir hier auch noch genügend Reste vom Teichbau übrig hatten. Die Teichfolie wurde dann passend zugeschnitten und im Becken zusammengeschweißt.

Einbau der Teichfolie in das Holzbecken
Einbau der Teichfolie in das Holzbecken

Anschließend mussten noch Tankdurchführungen zum Einleiten des Wassers aus dem IBC Filter in das Becken eingebaut werden. Dazu haben wir Löcher mit einer Lochsäge an den entsprechenden Stellen gesägt um dort die Tankdurchführungen*(Werbung) einzubauen. An den Außenseiten der Tankdurchführungen haben wir 50 mm PVC-Rohre*(Werbung) mit Tangit*(Werbung) eingeklebt, wo später die Teichschläuche aus dem IBC Filter mit diesen Gelenkbolzenschellen*(Werbung) angeschlossen werden konnten.

Einbau der Tankdurchführungen in das Filterbecken
Einbau der Tankdurchführungen in das Filterbecken

Da wir das Wasser aus dem Zeolith-Becken über einen Wasserfall in das Pflanzbecken (beschrieben im Beitrag „DIY Pflanzbecken mit Wasserfall als kleine Alternative zum Filtergraben“) führen wollten, mussten wir noch ein passendes Loch für den Wasserfall in das Becken sägen. Außerdem musste das Loch mit Teichfolie abgedichtet werden, damit hier später nicht das Wasser in das Holz läuft.

Loch für den Einbau des Wasserfalls in das Pflanzbecken
Loch für den Einbau des Wasserfalls in das Pflanzbecken

Dann konnte der Wasserfall eingebaut werden. Da das Pflanzbecken einen 29 cm breiten Rand hat, welcher überbrückt werden musste, haben wir uns für diesen 40 cm langen Wasserfall*(Werbung) entschieden. Da dieser jedoch an der Rückseite geschlossen war, haben wir ein rechteckiges Loch für den Wasserdurchfluss mit unserem Winkelschleifer*(Werbung) in den Wasserfall geschnitten.

Modifikation des Wasserfalls mit der Flex
Modifikation des Wasserfalls mit der Flex

Anschließend wurde der Wasserfall mit dem Spezialkleber AquaForte Superstrong in der mit Teichfolie verkleideten Aussparung im Filterbecken eingeklebt und abgedichtet. Damit war der Bau des Beckens abgeschlossen.

Zeolith – Einsatz und Wirkung im Teich

Zeolith ist ein silikathaltiges Mineral mit kristalliner Struktur, welches durch Aluminium- und Silicium-Atome, die über Sauerstoffatome miteinander verbunden sind, gebildet wird. Durch diese Struktur enthält Zeolith viele Hohlräume bzw. Poren und besitzt deshalb eine sehr große Oberfläche.

Das Zeolith-Gerüst ist negativ geladen, so dass sich in den Poren Protonen und Metall-Kationen befinden um die Ladungsunterschiede auszugleichen. Diese Ionen können ausgetauscht werden. Deshalb ist Zeolith ein natürlicher Ionenaustauscher, welcher im Teichfilter somit als Schadstoffbinder eingesetzt werden kann. Hier bindet Zeolith vor allem Ammonium.

Je nach Belastung des Teichwassers ist das Zeolith unterschiedlich schnell gesättigt. Eine Sättigung kann man durch wieder steigende Ammoniumwerte im Teich feststellen. Ist dies der Fall, dann kann und sollte das Zeolith regeneriert werden. Also sollte man sein Zeolith von Zeit zu regenerieren. Hierzu wird das Zeolith erst ausgespült um von grobem Schmutz befreit zu werden und anschließend für 48 Stunden in eine gesättigte Kochsalzlösung gelegt, wobei gelegentlich durchgerührt werden sollte. Zum Regenerieren benötigt man nur so viel Wasser, das das Zeolith knapp bedeckt ist. Für eine gesättigte Kochsalzlösung benötigt man ca. 360 g NaCl (Salz) pro Liter Wasser. Hierfür kann man gut Salztabletten verwenden. Nach den 48 Stunden sollte man das Zeolith einmal gründlich mit Wasser ausspülen um es von überschüssigem Salz zu befreien. Danach kann das Zeolith wieder in den Teichfilter eingesetzt werden.

Zeolith vorbereiten und in den Filter einbringen

Aufgrund der Größe des Filterbeckens hatten wir mit Hilfe des Schüttgewichts von Zeolith berechnet, dass wir ca. 200 kg Zeolith benötigen um das Becken zu füllen. Normalerweise sagt man, dass man 10 kg pro m³ Teichvolumen einsetzen soll. Demnach hätten wir 630 kg Zeolith benötigt. Da wir das Zeolithbecken aber lediglich als netten Zusatz einsetzen wollten, sollten 200 kg hier vollkommen ausreichen. Wir haben uns für dieses Zeolith*(Werbung) entschieden, da es schon direkt mit Filtersäcken zusammen verkauft und auch noch versandkostenfrei geliefert worden ist. Besser geht es doch gar nicht bei 200 kg Ware. Hier zwei Bilder von dem Zeolith:

Das Zeolith
Das Zeolith

Vor dem Einsatz in das Filterbecken haben wir das Zeolith in die Filtersäcke gefüllt. Pro 25 kg Sack Zeolith wurden 2 Filtersäcke mitgeliefert, so dass wir insgesamt 16 Säcke mit Zeolith befült haben.

Das Zeolith in Filtersäcken verpackt für den Einsatz im Filterbecken
Das Zeolith in Filtersäcken verpackt für den Einsatz im Filterbecken

Diese haben wir dann in das fertige Zeolith-Filterbecken gelegt, den Filter an die Anschlüsse angeschlossen und von oben  noch zusätzlich das Wasser aus dem Bogensieb über ein Rohr eingeleitet.

Das fertige Zeolith-Filterbecken
Das fertige Zeolith-Filterbecken

So sah dann der fertige Filter mit beiden Wasserfällen aus:

Fertiger Teichfilter im Betrieb mit zwei Wasserfällen
Fertiger Teichfilter im Betrieb mit zwei Wasserfällen

In unserem nächsten Beitrag werden wir nochmal einen gesamten Überblick über die komplette Filteranlage geben und über die Inbetriebnahme inkl. der verwendeten Teichtechnik dazu geben.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.